Wandern gegen Depression
Was macht die Strecke “Wandern gegen Depressionen” für viele so besonders?
Am 26. April 2026 sind beim Zittauer Gebirgslauf rund 2.500 Menschen unterwegs gewesen. Unter ihnen viele, die sich ganz bewusst für die 10-Kilometer-Strecke „Wandern gegen Depressionen“ entschieden haben.
Nicht, um Bestzeiten zu erreichen.
Sondern um etwas für sich zu tun.
Gemeinsam gehen und das ohne Druck
Die Strecke rund um den Olbersdorfer See ist machbar, aber nicht nebenbei erledigt. Viele Teilnehmende berichten im Ziel: Es war anstrengend.
Und genau das macht einen Unterschied.
Schritt für Schritt unterwegs sein, den eigenen Rhythmus finden, zwischendurch stehen bleiben, weitergehen. Das hilft, den Kopf freier zu bekommen, dann Gedanken sortieren sich oft erst, wenn der Körper in Bewegung ist.
Was viele zusätzlich beschreiben:
Allein wären sie vielleicht zu Hause geblieben. In der Gruppe fällt es leichter, loszugehen.
Was unterwegs passiert
Bei der Wanderung geht es nicht nur um Bewegung. Es geht darum, nicht allein zu sein.
Unterwegs entstehen Gespräche, manchmal auch einfach stilles Nebeneinandergehen. Beides kann entlasten.
Viele Teilnehmende haben uns später erzählt:
- dass ihnen die Strecke geholfen hat, Abstand zu gewinnen
- dass sie den Tag in der Gemeinschaft als wohltuend erlebt haben
- dass sie stolz waren, die 10 Kilometer geschafft zu haben
Und ein Satz fiel besonders oft:
Ich bin nächstes Jahr wieder dabei
Ankommen und gesehen werden
Am Stand der Soziales Netzwerk Lausitz gGmbH konnten Teilnehmende im Ziel ein kostenloses Zielfoto machen lassen. Und dieses Angebot wurde intensiv genutzt. Was dabei deutlich wurde: Für viele war das mehr als nur ein Bild. Es war ein Moment, um festzuhalten: Ich habe das heute geschafft. Gleichzeitig sind Gespräche entstanden. Niedrigschwellig, ohne Anmeldung, einfach vor Ort. Manche haben Fragen gestellt, andere wollten einfach kurz erzählen, wie es ihnen ging.
Hinweis
Kooperation mit dem Oberlausitzer Kreissportbund
Wie können Vereine und Interessierte das Thema mentale Gesundheit konkret angehen?
Die Soziales Netzwerk Lausitz gGmbH arbeitet mit dem Oberlausitzer Kreissportbund e.V. zusammen, um das Thema mentale Gesundheit stärker in den Vereinsalltag zu bringen.
Das bedeutet konkret:
- Workshops für Vereine:
Themen wie Stress, Überforderung oder Umgang mit belastenden Situationen werden praxisnah vermittelt. - Ansprechpartner vor Ort:
Vereine können sich bei Fragen oder Unsicherheiten direkt an SNL wenden. - Zugänge zu Unterstützung:
Informationen zu Selbsthilfe- und Beratungsangeboten werden verständlich und niedrigschwellig bereitgestellt.
Für wen ist das gedacht?
- Vereinsvorstände und Trainer*innen
- Engagierte im Ehrenamt
- Mitglieder, die sich Unterstützung wünschen
Was können Sie tun?
- Sprechen Sie das Thema im Verein an
- Kommen Sie auf uns zu, wenn Sie Bedarf sehen
- Nutzen Sie die Angebote für sich oder andere

Teil eines größeren Ganzen
Die Aktion fand im Rahmen des Zittauer Gebirgslaufs statt. Einer Veranstaltung, die viele Menschen in Bewegung bringt.
„Wandern gegen Depressionen“ setzt darin einen eigenen Schwerpunkt:
Es macht sichtbar, dass mentale Gesundheit viele betrifft und, dass es Wege gibt, damit umzugehen.

Warum das wichtig ist
Bewegung kann helfen. Gemeinschaft kann tragen.
Aber oft fehlt der Anlass, tatsächlich loszugehen.
Genau hier setzt das Angebot an:
Ein fester Termin, eine klare Strecke und die Gewissheit, nicht allein unterwegs zu sein.
Für manche ist es ein einmaliges Erlebnis.
Für andere wird es ein fester Bestandteil im Jahr.
Und für einige ist es vielleicht der erste Schritt, sich auch darüber hinaus Unterstützung zu holen.









